Podiumsdiskussion: "Der Seelsorge eine Stimme geben - Impulse für ein heilsames Aggiornamento"

Podiumsdiskussion am Samstag, 29.03.2014 im Bildungshaus Maximilian Kolbe, Kloster Reute / Bad Saulgau mit

  • Prof. Dr. Sabine Demel (Regensburg): Berufene beteiligen - strukturelle Perspektiven;
  • Prof. Dr. Paul M. Zulehner (Wien): Der Seelsorge eine Seele geben - pastorale Perspektiven;
  • Dr. Hadwig Müller (Aachen / Freiburg): Den Glauben lernen - weltkirchliche Inspirationen.

Wie die Seelsorge eine Seele erhalten kann, diese Frage beschäftigte im Kloster Reute 80 Interessierte. Die Kirchenrechtlerin Sabine Demel, der Pastoraltheologe Paul Zulehner und die Theologin Hadwig Müller gaben Impulse. Eingeladen hatten die Franziskanerinnen und die "Initiative pro cocilio". Sabine Demel wies auf das Mandat der Taufe hin: "Laien sind nicht einfach Helfer der Amtsträger, sondern berufen, die Kirche aktiv zu gestalten." Paul Zulehner entwickelte seine Vision: "In Jesu Spur müssen wir zu den Menschen gehen und ihnen ein Ansehen geben, damit sie wieder zur Gemeinschaft gehören."

PDF: Vortrag von Prof. Zulehner

Internationaler Kongress: "Das Konzil eröffnen" - München 2015

Vom 6. bis 8. Dezember 2015 fand in München der internationale Kongress "Das Konzil 'eröffnen' " statt - Wortlaut der Einladung: "Am 8. Dezember 1965 wurde das Zweite Vatikanische Konzil feierlich beendet. Noch 50 Jahre danach ist seine Rezeption alles andere als abgeschlossen. Allein schon deshalb, weil die Diskussion über die Hermeneutik des umfassenden Textcorpus nach wie vor in vollem Gange ist, die Frage der Verbindlichkeit dieses Pastoralkonzils noch immer kontrovers beantwortet und der so genannte Geist des Konzils oft divergent bestimmt wird. Nicht zuletzt haben die Konzilsväter selbst bestimmte Fragen, wie etwa nach dem Verhältnis von Universal- und Ortskirche oder der strukturellen Einbindung des Primats in eine communio-Ekklesiologie, ganz bewusst der nachkonziliaren Theologie überlassen und aufgegeben.
Überdies sind seit dem Konzil politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische etc. Veränderungen und Prozesse eingetreten, welche das Konzil noch nicht im Blick haben konnte, die heute aber Theologie und Kirche herausfordern, die theologischen Grundlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils weiter auszuziehen und unter ihrem Anspruch nach zukunftsweisenden Antworten zu suchen. Der Kongress möchte sich diese Aufgabe stellen, unter Einbeziehung aller deutschsprachigen Theologinnen und Theologen aller Fachrichtungen. Das Konzil „eröffnen“ heißt: Die Hoffnung nicht aufgeben, einem kommenden Konzil zuarbeiten."

Weblink: Das Konzil "eröffnen"

PDF: Schlusserklärung

Tag der Diakonin 2017

v.l.n.r.: Dr. Claudia Lücking-Michel (ZdK), Dr. Maria Flachsbarth (KDFB), Maria Theresia Opladen (kfd), Irmentraud Kobusch (Netzwerk Diakonat der Frau)

Stuttgart-Hohenheim, 02. Mai 2017 – Mit einem Gottesdienst und einer zentralen Veranstaltung haben die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), das Netzwerk Diakonat der Frau und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am 29. April 2017 den „Tag der Diakonin“ begangen. Er stand unter dem Motto „Ein Amt mit Zukunft – auch für Frauen“ und fand mit rund 160 Frauen und Männern in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt. Die Initiative pro concilio e.V., welche dem Netzwerk Diakonat der Frau angehört, war mit vier Mitgliedern des Leitungsteams vertreten.

Pressemitteilung

Abschluss-Statement

Presseartikel: Kath. Sonntagsblatt

Hintergrundinformation

Offener Brief ProPopeFrancis zur Unterstützung von Papst Franziskus und seiner Reformen

Hochgeschätzter Papst Franziskus!

Ihre pastoralen Initiativen und deren theologische Begründung werden derzeit von einer Gruppe in der Kirche scharf attackiert. Mit diesem öffentlichen Brief bringen wir zum Ausdruck, dass wir für Ihre mutige und theologisch wohl begründete Amtsführung dankbar sind.

Es ist Ihnen in kurzer Zeit gelungen, die Pastoralkultur der katholischen Kirche von ihrem jesuanischen Ursprung her zu reformieren. Die verwundeten Menschen, die verwundete Natur gehen Ihnen zu Herzen. Sie sehen die Kirche an den Rändern des Lebens, als Feldlazarett. Ihr Anliegen ist jeder einzelne von Gott geliebte Mensch. Das letzte Wort im Umgang mit den Menschen soll nicht ein legalistisch, sondern ein barmherzig interpretiertes Gesetz haben. Gott und seine Barmherzigkeit prägen die Pastoralkultur, die Sie der Kirche zumuten. Sie träumen von einer „Kirche als Mutter und Hirtin“. Diesen Ihren Traum teilen wir.

Wir bitten Sie, von diesem eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen, und sichern Ihnen unsere volle Unterstützung und unser stetes Gebet zu.

Die Unterzeichner

Unterstützungs-Website: www.pro-pope-francis.com

Medienbericht: www.katholisch.de

Aktuelles: Tag der Diakonin am 29. April 2018

Seit 20 Jahren fordern katholische Gläubige immer am 29. April von ihrer Kirchenleitung, Diakoninnen zu weihen. Bisher lässt die römisch-katholische Kirche nur Männer zu Weiheämtern zu. Dieses Jahr ist erstmals der Diözesanrat Mitveranstalter der vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) getragenen Initiative.


Sie sind herzlich eingeladen zur zentralen Veranstaltung des Tag der Diakonin „Die Zeit zu handeln ist jetzt!“ am Sonntag, 29. April 2018 von 14 bis 17.30 Uhr in Rottenburg.

Pressemitteilung und Aktion zum Tag der Diakonin 2018

Die Geduld der Frauen ist zu Ende
Katholische Gläubige fordern die Weihe von Frauen zu Diakoninnen

Rottenburg/Stuttgart, 30. April 2018. Gemeinsam haben der Diözesanrat und der Katholische Deutsche Frauenbund Rottenburg-Stuttgart (KDFB) die zeitnahe Einführung der Weihe von Diakoninnen in der katholischen Kirche gefordert. In einer Erklärung appellieren beide Organisationen an die Deutsche Bischofskonferenz, „sich beim Papst dafür einzusetzen, in den deutschen Diözesen die Einführung des Diakonats der Frau zeitnah zu ermöglichen“. An neun Orten der Diözese Rottenburg-Stuttgart beteten Gläubige am Sonntag für dieses Anliegen. Bei der zentralen Veranstaltung zum Tag der Diakonin in der Bischofsstadt Rottenburg machten die Teilnehmer mit einer lautstarken Percussion darauf aufmerksam, dass ihre Geduld in dieser Frage zu Ende ist.

„Seit Urzeiten verausgaben sich Frauen im diakonischen Dienst. Die Zeit ist reif, ja überreif, Frauen zu Diakoninnen zu weihen. Wir haben zugestanden, dass die Uhren in unserer Kirche etwas langsamer ticken als anderswo. Aber jetzt ist die Geduld endgültig erschöpft“, sagte Claudia Schmidt, die als Geistliche Beirätin des Katholischen Deutschen Frauenbunds im zentralen Gottesdienst zum Tag der Diakonin in der Rottenburger St. Moriz-Kirche das Evangelium auslegte. Die Frauen hätten lange genug gekämpft. „Jetzt ist die Zeit, dass die Männer guten Willens, vor allem die, die selbst ein Amt haben, Stellung beziehen und ins Handeln kommen“, so die Theologin. Auch Priesterratssprecher Paul Magino forderte die Solidarität der Männer in der Kirche, zusammen mit den Frauen „die nächsten Schritte einzufordern, damit das, was theologisch möglich ist, Wirklichkeit wird. Und theologisch ist der Ausschluss der Frauen von der Weihe nicht zu begründen.“

In ihrer öffentlichen Erklärung berufen sich Frauenbund und Diözesanrat auch auf das neueste apostolische Schreiben von Papst Franziskus „Gaudete et exsultate“. Dort nennt der Papst die weiblichen Formen der Heiligkeit „unentbehrlich … um die Heiligkeit Gottes in dieser Welt widerzuspiegeln“. Der Frauenverband und die Katholikenvertretung bestärken Diözesanbischof Gebhard Fürst, „mit anderen deutschen Bischöfen gemeinsam weitere Schritte zur Einführung des Frauendiakonats zu unternehmen.“ Der Diözesanrat mit seinen rund 100 Stimmberechtigten hatte die Erklärung bei seiner Sitzung am Freitag in Untermarchtal bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen verabschiedet. Der Katholische Frauenbund der Diözese schloss sich am Sonntag der Erklärung an.

Der Diakonat wurde durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 – 1965) wieder als eigenständiges Weiheamt eingeführt. Seitdem werden Männer zu Ständigen Diakonen geweiht, die vorrangig soziale Aufgaben wahrnehmen. Damit machte das Konzil deutlich, dass die Diakonie als eine Form der Christusnachfolge zu den unverzichtbaren Grunddiensten der Kirche gehört.

PDF: Pressemitteilung

PDF: Katholikentag-Schalaktion - Hinweise

PDF: Katholikentag-Schalaktion - Postkarte