Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Reformen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jüngeren Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Solidarität mit Maria 2.0

Die Initative pro concilio e.V. unterstützt die Aktion Maria 2.0 voll und ganz und erklärt sich mit den Initiatorinnen solidarisch!

 

Die Aktion ist überfällig, die Anliegen sind auch komplett die unsrigen.

Auch wir sind traurig und frustriert, „dass seit Jahren die immer gleichen Fragen diskutiert werden und dass trotz der allseits beteuerten Reformbereitschaft die Abschaffung bestehender männerbündischer Machtstrukturen nicht in Sicht ist“.

Auch „für uns alle ist ein stillschweigender Austritt keine Option. Kämpfen wollen wir für uns und für unsere heranwachsenden Kinder und Enkelkinder! Kämpfen für einen Weg, der es uns und auch den nachfolgenden Generationen nicht nur erträglich macht, sondern sogar Freude, in dieser Kirche zu bleiben! Weil wir hier beheimatet sind, weil uns so sehr an ihr liegt.“ (aus der Homepage von Maria 2.0).

Weitere Infos: www.mariazweipunktnull.de

 

Der Druck muss weiter wachsen!     Deshalb: Konzil von unten 2020.

Es gibt noch weitere notwendige Reformthemen für unsere Kirche, soll sie nicht in einer Generation zur Minderheit schrumpfen.

Deshalb planen wir in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammen mit anderen kirchlichen Verbänden ein „Konzil von unten“ unter dem Motto „Reformen jetzt“, unter breiter Beteiligung der Basis, um unserem Bischof und seinen Kollegen zu zeigen, was die große Mehrheit des Kirchenvolkes einfordert. Dabei geht es um eine ganze Palette von Reformthemen, natürlich auch die Themen von Maria 2.0.

Dem Konzilstag am 07.11.2020 in Rottenburg wird ein „vorkonziliarer Prozess“ mit Beginn im Herbst 2019 vorausgehen mit Auftaktveranstaltungen u. a.  Alle Interessierten sind jetzt schon eingeladen, sich den Termin zu notieren und sich evtl. einzubringen. Weitere Informationen ab Herbst 2019 unter www.konzil-von-unten.de.

 

 

 

Liebe Mitglieder und Unterstützer/innen unserer Initiative!

Es ist Ostern. Marie Luise Kaschnitz hat ein Gedicht geschrieben, das dem Geheimnis dieses Festes sehr nahekommt. Es lautet:

Manchmal stehen wir auf

Stehen wir zur Auferstehung auf

Mitten am Tage

Mit unserem lebendigen Haar

Mit unserer atmenden Haut.

 

Nur das Gewohnte ist um uns.

Keine Fata Morgana von Palmen

Mit weidenden Löwen
Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken
Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

 

Und dennoch leicht

Und dennoch unverwundbar

Geordnet in geheimnisvoller Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht

 

Dass unsere Kirche „ein Haus aus Licht“ ist, kann man - weiß Gott - derzeit nicht sagen. Uns hat der Aufsatz von Benedikt XVI. zur Missbrauchskrise der Kirche, der letzten Donnerstag veröffentlicht wurde, schier umgehauen. Mit zahlreichen Kritikern sind wir der Meinung: So nicht!

Hat der alte Mann, der in diesen Tagen 92 Jahre alt wird, bei seinem Rücktritt als Papst im Jahr 2013 nicht versprochen, sich nicht mehr öffentlich zu äußern, sondern im Gebet und in der Stille der Kirche verbunden zu bleiben?

Aus dem Herzen gesprochen hat uns Wunibald Müller, der ehemalige Leiter des Recollectiohauses in Münsterschwarzach. Wir fügen seinen Kommentar unserem Rundbrief bei.

Wir stehen vor einer Richtungsentscheidung. Kleine "Reförmchen", wie sich das nicht wenige Bischöfe vorstellen, werden nicht aus der Krise helfen. Das ganze traditionalistische und monarchistische System muss von Grund auf erneuert werden- evangeliumsgemäß!

Dazu wollen wir auch in Zukunft unseren Beitrag leisten!

In den letzten Wochen hatten wir zwei sehr offene Gespräche mit den Weihbischöfen Renz (18.02.) und Karrer (04.04.). Ihre Grundaussage, dass unsere Reformvorhaben Anerkennung und Unterstützung verdienen, wollen wir nicht in Zweifel ziehen. Ihre Grenzen sind aber vom Machtwort des Bischofs gesetzt; und der lässt seit langem jeden Reformwillen vermissen. Der Ravensburger Abendmahlsstreit ist das jüngste Beispiel dafür.

Seit Anfang des Jahres bereiten wir im Leitungsteam und in der AG Kirchenreform unser großes Projekt, ein „Konzil von unten“, vor. Erfreulicherweise hat sich neben der AGR nun auch der BDKJ zu einer Trägerschaft bereiterklärt. Ob sich auch der Frauenbund (KDFB) zur Mitträgerschaft entschließt, ist - Stand heute - noch nicht endgültig entschieden. Für den Herbst sind verschiedene Auftaktveranstaltungen geplant. Konkrete Informationen dazu wird es noch vor der Sommerpause geben.

Wir wünschen Ihnen und Euch gesegnete und frohe Ostern – trotz allem Widrigen!

Ihre und Eure

Birgit Kälberer, Sprecherin              Wolfgang Kramer, Sprecher

Aktuelles: Brief-Aktion

Im Frühjahr 2018 hat die Initiative pro concilio einen Brief an Papst Franziskus geschickt, auf den Kardinal Kasper und das Staatssekretariat antworteten - hier der Briefwechsel:

Brief an Papst Franziskus

Antwortschreiben von Kardinal Kasper

Antwortschreiben des Staatssekretariats

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