Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Reformen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jüngeren Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Aktuelles: Rundbrief - Pfingsten 2018

Liebe Mitglieder und UnterstützerInnen unserer Initiative,

Pfingsten, das „liebliche Fest“, wie Goethe schreibt, liegt bereits hinter uns. Aber wir sind immer noch erfüllt vom Kommen des Hl. Geistes, „der Herr ist und lebendig macht“ (Großes Glaubensbekenntnis). Es ist der Geburtstag der Kirche und für uns der Auftrag, sie zusammen mit anderen im Geiste des Zweiten Vatikanums zu erneuern. Wir vom Leitungsteam sind voll dabei, bleibt und bleiben auch Sie dran!

Am 14. April fand in Stuttgart das Jubiläum zu „50 Jahre Kirchengemeindeordnung“ in unserer Diözese statt. Unser Leitungsteam war geschlossen anwesend und hat vor dem Eingang zur Liederhalle den rund 350 Teilnehmern einen Brief überreicht mit dem Aufruf, die nötigen Reformen tatkräftig zu unterstützen. Nahezu von allen wurden unsere Aktion und unsere Reformbemühungen gutgeheißen. Den Aufruf sowie Bilder der Aktion finden Sie auf unserer Homepage (www.pro-concilio.de).

Am 25. April trafen wir uns in sehr guter Atmosphäre mit Weihbischof Karrer in Rottenburg.
Seine Offenheit und Ernsthaftigkeit haben uns überrascht und gefreut. Er sprach sich klar für die Weihe von „Viri probati“ und für die Weihe von Frauen „in allen Ämtern“ aus! Er werde alles dafür tun, dass sich in der Bischofskonferenz eine Mehrheit dafür findet. Wir werden ihn beim Wort nehmen! Anfang nächsten Jahres will er sich wieder mit uns treffen.

Der diözesane Tag der Diakonin am 29. April fand in Rottenburg statt. Pro concilio war gut vertreten. Das Netzwerk will seine Bemühungen forcieren, den Diakonat der Frau als ersten Schritt der Zulassung zu den sakramentalen Ämtern für Frauen zu realisieren.

Am Katholikentag in Münster (9.-13. Mai) nahmen unsere Sprecher Birgit Kälberer und Wolfgang Kramer teil. Zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen lassen hoffen, dass in die Kirche hinsichtlich der notwendigen Reformen Bewegung gekommen ist. Einige Bischöfe scheinen zu
kapieren, dass es für die Kirche ohne Reformen keine Zukunft gibt.

Unsere AG Kirchliches Amt ist dabei, eine inhaltliche Zielsetzung, eine Strategie und einen
Aktionsplan für die Weiterarbeit nach unserer Memorandum-Aktion im letzten Jahr zu entwickeln. Wir werden berichten, wenn Ergebnisse vorliegen. Mit der AGR, mit deren Vorstand wir uns halbjährlich treffen, arbeiten wir dabei eng zusammen.

Für Herbst planen wir für alle Mitglieder eine informelle Begegnung in Esslingen, unserem Gründungsort. Im Mittelpunkt wird eine Stadtführung stehen. Der Termin wird noch vor den Sommer
ferien bekanntgegeben. Wir freuen uns auf eine persönliche Begegnung mit euch.

Der Termin für die nächste Mitgliederversammlung steht schon fest: Samstagnachmittag,
3. November 2018, 14.30 Uhr, in Esslingen-Zell. Es finden Neuwahlen für das Leitungsteam statt.

Anfang nächsten Jahres wollen wir alle Mitglieder zu einem spirituellen Oasentag einladen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Nun wünschen wir Euch und Ihnen eine geisterfüllte Zeit, gutes Gelingen in allem Tun und grüßen von Herzen

Birgit Kälberer, Sprecherin             Wolfgang Kramer, Sprecher

PDF: Rundbrief

Impuls zur Woche

Die im Katholischen Sonntagsblatt entstandene Leserbrief-Diskussion über neue „Zugangswege zum kirchlichen Amt“ freut uns von „pro concilio“! Zugleich erinnern wir an den Pastoraltheologen Ottmar Fuchs: „Mehr als vierzig Prozent der hauptamtlichen Pastoralreferentinnen und -referenten haben […] eine Berufung zum priesterlichen Amt. Die Kirche versündigt sich strukturell an der in diesen Berufungen geschenkten Gnade, aber auch an allen, denen damit in überschaubaren Gemeinden […] die Gnade des priesterlichen Dienstes entzogen wird.“ Er ergänzt die TheologInnen, die aus diesem Grund erst gar nicht in den kirchlichen Dienst gegangen sind, jene, die in andere christliche Kirchen konvertierten, und jene, die durch den Wechsel in die Lebensform der Ehe den priesterlichen Dienst verlassen mussten. Angesichts dessen werde „die diesbezüglich suizidale Strategie der katholischen Kirche in Deutschland auch quantitativ erschreckend offensichtlich.“ Wir von „pro concilio“ hoffen, dass angesichts des Beschlusses der Diözesansynode 1985/86 und der Stellungnahme des Diözesanrats vom Mai d.J. in den Gemeinden noch mehr Bewegung entsteht. Bischof Bode (Osnabrück) hat die „Zeichen der Zeit“ erkannt, als er sagte: „Es ist nicht fünf vor, sondern fünf nach Zwölf!“

Bodo Klehr (Initiative pro concilio e.V.), Nürtingen

Stimmen aus den Gemeinden zur aktuellen kirchl. Situation:

„Auch in St. Moriz leiden wir darunter, dass der Pfarrer und die Seelsorger räumlich und auch geistig immer weiter von den Menschen entfernt sind. Sie können nicht mehr am Ort mit den Menschen leben und werden durch das „Managen“ aufgefressen. Immer größere XXL-Einheiten mit immer mehr Priestern aus anderen Ländern und Kulturen sind keine pastoral verantwortbare Lösung! [...] Schon die Würzburger Synode hat mit der Zustimmung der Bischöfe (!) anerkannt, 'dass außerordentliche pastorale Notsituationen die Weihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern erfordern können'. [...] Mit Blick auf die seither deutlich verschärfte Situation [...] verstehen wir das Schweigen der Bischöfe nicht.“ (St. Moriz, Rottenburg a.N.)

„Wir bitten Sie, unseren Bischof und Hirten: Tragen Sie unsere Sorge und unser Anliegen der Bischofskonferenz vor, helfen Sie mit, darauf hinzuwirken, dass ein entsprechender 'mutiger' Vorschlag an den Papst gerichtet wird. In ein paar Jahren kann es schon zu spät sein [...].“ (Dom St. Martin, Rottenburg a.N.)

Veranstaltungen