Zweites Vatikanisches Konzil

Vaticanum II, gezählt als 21. ökumenisches Konzil, tagte vom 11. 10. 1962 bis zum 8. 12. 1965 unter Johannes XXIII. und Paul VI. Die Aussagen dieses Konzils, die in 16 Texten (Konstitutionen, Dekreten und Erklärungen) enthalten sind, lassen sich folgendermaßen ordnen:

  1. das fundamentale theologische Selbstverständnis der Kirche (Dogmatische Konstitution über die Kirche);
  2. das innere Leben der Kirche: ihre Liturgie (Konstitution über die Liturgie), ihre Leitungsfunktionen (Dekrete über die Bischöfe und über die katholischen Ostkirchen), ihr Lehramt (Dogmatische Konstitution über die Offenbarung, Erklärung über die christliche Erziehung, ihre „Stände“ (Dekrete über Dienst und Leben und über Ausbildung der Priester, über die Erneuerung des Ordenslebens, über das Laienapostolat);
  3. die Sendung der Kirche nach „außen“: die Beziehungen der Kirche zur nichtkatholischen Christenheit (Dekrete über den Ökumenismus und – zum Teil – über die katholischen Ostkirchen), zu den nichtchristlichen Religionen, insbesondere zum Judentum (Erklärung über die nichtchristlichen Religionen, Dekret über die Mission), zur Welt in ihrer weltlichen Situation im allgemeinen (Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute, Dekret über die Kommunikationsmedien), ihre Haltung gegenüber dem heutigen ideologischen Pluralismus (Erklärung über die Religionsfreiheit).

Das Konzil wollte keine neuen dogmatischen Definitionen formulieren, aber Leben und Lehre der Kirche aktualisieren.

Quelle: Karl Rahner, Herbert Vorgrimmler: Kleines Theologisches Wörterbuch.

Ausstellung: 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

Das Zweite Vatikanische Konzil - das größte Kirchenereignis des 20. Jahrhunderts - war geprägt von tiefer Glaubenszuversicht und der Hoffnung auf eine Kirche, die Antworten findet auf die Fragen der Menschen. Getragen von den Aufbrüchen und der Sehnsucht der Gläubigen berieten die Konzilsväter, wie sich die Kirche aufstellen muss, um ihrem Sendungsauftrag Jesu gerecht zu werden. Es war eine dynamische Bewegung in die Zukunft und zugleich eine Rückbesinnung auf die Ursprünge des christlichen Glaubens.

 

In 15 Ausstellungstafeln wird diese Glaubenszuversicht des Konzils für heute fruchtbar gemacht: sie bietet einen Überblick über die theologischen Errungenschaften des Konzils, zeigt Früchte und Umsetzungen seither auf und benennt die Herausforderungen für heute. Zitate aus den Konzilsdokumenten werden in Bezug gesetzt zu kirchlichen und sozialpolitischen Handlungsfeldern und mit spirituellen Anmerkungen und Handlungsimpulsen ergänzt.

 

Konzeption / Urheber:
Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion der KEB im Bistum Regensburg mit der KLJB Bayern und dem Diözesanrat München und Freising. Die verantwortlichen AutorInnen sind Beate Eichinger, Barbara Schmidt, Dr. Martin Schneider, Alfred Wölfl und Dr. Gabriele Zinkl.

 

Begleitheft - Teil 1

 

Begleitheft - Teil 2

 

Ausstellungskonzeption

Hintergrundinformationen

An dieser Stelle verweisen wir auf eine umfangreiche Materialsammlung:

Zweites Vatikanisches Konzil

(Quelle: 50 Jahre II. Vatikanisches Konzil. Materialsammlung, Kommentare, Arbeitshilfen - herausgegeben und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt vom Fachbereich Theologie der Hauptabteilung XI / Kirche und Gesellschaft des Bischöflichen Ordinariats, vertreten durch Frau Dr. Erika Straubinger-Keuser).

Die Materialsammlung gibt eine breite Übersicht mit kommentierten Informationen zu folgenden Bereichen:

  • Arbeitshilfen,
  • Themenhefte,
  • Kleine Konzilsbibliothek (Quellentexte und kommentierte Literaturhinweise),
  • Beiträge im Internet (Video, Audio, Powerpoint, Bilder),
  • Medien, Hilfen und Anregungen für die Praxis,
  • Nützliche Links.

Die einzelnen Hinweise sind zum Großteil mit Hyperlinks / Internet-fähigen Querverweisen versehen, welche direkt zu weiteren Medien führen.