Be-Denkenswertes

Im Folgenden dokumentieren wir einige Aktionen bzw. Veranstaltungen, welche für unsere Anliegen und Ziele be-denkenswert sind.

In Erinnerung an die Diözesansynode Rottenburg-Stuttgart 1985/86

Anlässlich des 18. Mai 2017 erinnern wir an die Diözesansynode Rottenburg-Stuttgart, deren Ergebnisse / Beschlüsse vor 31 Jahren, am Pfingstfest 1986, vom damaligen Bischof Georg Moser in Kraft gesetzt / veröffentlicht wurden:

Beschlüsse der Diözesansynode Rottenburg-Stuttgart 1985/86
Weitergabe des Glaubens an die kommende Generation

Hg. vom Bischöflichen Ordinariat Rottenburg
(Erstveröffentlichung: Kirchliches Amtsblatt für die Diözese Rottenburg-Stuttgart, Nr. 11, 18.5.1986)
Schwabenverlag, Ostfildern 1986

PDF: Diözesansynode (Auszug)

 

 

Teil VI: Liturgie und Verkündigung

 

III: Sonntag

 

1. Allgemeine Leitsätze

 

(58) Die Zahl der Priester geht zurück. Die Zahl der Eucharistiefeiern aber kann ohne Überforderung für die Priester nicht unbegrenzt vermehrt werden. Auch deshalb bedarf die Berufung von in Ehe und Beruf bewährten Männern zum priesterlichen Dienst einer ernsten Prüfung. Desgleichen muss in diesem Zusammenhang, aber auch aus anderen Gründen, die Möglichkeit der Ordination von Frauen weiter bedacht werden.

 

Voten

 

6. Neue Zugangswege zum priesterlichen Dienst

 

(94) Die Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland hat anerkannt, „dass außerordentliche pastorale Notsituationen die Weihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern erfordern können“ (Dienste und Ämter 5.4.6). Die Diözese Rottenburg-Stuttgart erkennt diese Notsituation für sich als gegeben. Der sich in den nächsten Jahren noch verschärfende Priestermangel bereitet große Sorge. Denn für die Gemeinden gerät der gemeinsame Glaubens- und Lebensweg mit dem Priester, besonders aber die Eucharistiefeier als die Mitte ihres Lebens, in Gefahr.

 

Votum:

Aus Heilssorge für die Gemeinden bittet die Synode der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Deutsche Bischofskonferenz, die Frage der Priesterweihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern neu zu überdenken und die nötigen Schritte zu unternehmen.

 

8. Diakonat der Frau

 

(96) Die Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland hat sich eingehend mit der Frage der Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat befasst (vgl. Dienst und Ämter 4.2) und empfohlen, die in Teilen der alten Kirche geübte Praxis der Weihe von Diakoninnen womöglich wieder einzuführen.

 

Votum:

Die Synode der Diözese Rottenburg-Stuttgart macht sich das Votum der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland zueigen und bittet den Apostolischen Stuhl, „die Frage des Diakonates der Frau entsprechend den heutigen theologischen Erkenntnissen zu prüfen und angesichts der gegenwärtigen pastoralen Situation womöglich Frauen zur Diakonatsweihen zuzulassen“ (Dienst und Ämter 7.1 Votum 3).

 

 

Interview mit dem Sprecher-Team von pro concilio für das KS-Spezial "Glaubwürdig Kirche leben"

Die Nachricht, dass das von der Redaktion und der Geschäftsstelle Dialogprozess in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gewünschte und mit uns als Sprecherin und Sprecher der Initiative pro concilio geführte Interview doch nicht im - dem Katholischen Sonnstagsblatt vom 11.11.2012 beiliegenden - KS Spezial zum Dialog- und Erneuerungsprozess ("Glaubwürdig Kirche leben") veröffentlicht werden durfte, haben wir mit großer Betroffenheit und Enttäuschung zur Kenntnis genommen. Daher veröffentlichen wir hier das Interview und den darauf folgenden Brief an Bischof Gebhard Fürst als PDF-Download. Leider hat es auf den Brief bis heute keine Antwort gegeben, was sehr bedauert wurde.

Erklärung zur Vatikan-Umfrage "Familie und Kirche"

Das Netzwerk der katholischen Reformgruppen der Diözese Rottenburg-Stuttgart möchte mit einer Erklärung zur Vatikan-Umfrage dazu beitragen, die in den Fragen und Antworten enthaltenen Themen breiter zu streuen. Es ist uns ein pastorales Anliegen, Gläubige auf ihrer Suche nach Antworten zu begleiten – erst recht in Fragen, in denen offensichtlich existentielle Unsicherheiten bestehen. Wir sehen unsere Erklärung nicht in Konkurrenz zu den „offiziellen“ Erklärungen kirchlicher Gremien, sondern im Gegenteil als Unterstützung und Verstärkung der (volks-)kirchlichen Positionen, besonders in den Kirchengemeinden und Verbänden.

Die Erklärung wurde an Bischof, diözesane Räte und Verbände, einige Abteilungen des Ordinariates und an Presseorgane versandt und kann weiter verbreitet werden, worum wir auch bitten.

Wir halten es für sinnvoll, wenn das Volk Gottes in seiner ganzen Breite und in großer Vielfalt zu Wort kommt – vor allem die Kirchengemeinden. Das wäre ein Zeichen großer Lebendigkeit. Es ist eine pastorale (!) Herausforderung ersten Grades, den vielen Einzelnen (oft Vereinzelte) in den Kirchengemeinden in ihren drängenden Problemen beizustehen und ihnen Mut zu machen. Das ist der eigentliche Sinn unserer Erklärung. Das Thema darf nicht einfach abgehakt werden, nur weil die Bischöfe die gesammelten Stellungnahmen nun nach Rom schicken…. Das ist vielmehr erst der Beginn einer umfassenden Diskussion.

PDF: Erklärung zur Vatikan-Umfrage

"Zeit zum Handeln"

Zum offiziellen Abschluss des Dialog- und Erneuerungsprozesses in der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Rahmen einer öffentlichen Diözesanratssitzung am 22. Juni 2013 in Rottenburg haben wir zusammen mit sechs Reformgruppen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart in einer Erklärung an die Mitglieder des Diözesanrates zu unserer Sicht des Prozesses Stellung genommen. Mit einer "Kühlschrank-Aktion" haben wir die Diözesanratssitzung begleitet und unbehandelte Reformthemen sichtbar gemacht.
 
Presseartikel-1

Presseartikel-2

Erklärung "Zeit zum Handeln"