Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Reformen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jüngeren Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Aktuelles: Mitglieder-Rundbrief 2 / 2017

Gruppenfoto mit Bischof

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten!

Wir sind mitten im Sommer, aber die Tage werden schon längst wieder kürzer. Unsere Bemühungen, die Kirche zu erneuern, nehmen dagegen eher zu, seit unsere Anfang Januar mit der Versendung unseres Memorandums ZEIT ZUM HANDELN an alle Kirchengemeinden und viele Institutionen begonnene große Aktion mit der Übergabe von rund 12 000 Unterschriften und nahezu 200 Stellungnahmen von Kirchengemeinderäten an den Bischof am 10. Juli abgeschlossen wurde. Fazit: Die überwältigende Mehrheit des Kirchenvolkes steht hinter uns.

Die Begegnung mit dem Bischof verlief enttäuschend. Nachdem wir unser Statement und eine Auswertung der Aktion dem Bischof vorgetragen hatten, blieb keine Zeit mehr zur Diskussion. In seiner Stellungnahme betonte er ausdrücklich, dass viri probati (also geweihte verheiratete Priester) nicht zielführend seien. Er wolle eine Kirche verhindern, in der es mehr Funktionäre als Gläubige gebe. Über den zunehmenden Ausfall von Sakramentenspendungen, besonders bei Eucharistiefeiern und Krankensalbungen, verlor er kein Wort. Auch vom Diakonat der Frau war keine Rede mehr. Die Anhänge zu diesem Brief informieren in Wort und Bild über den gesamten Vorgang.

Unsere Antwort darauf: Wir lassen nicht locker, Bewegung in die Frage neuer Zugangswege zum kirchlichen Amt zu bringen. Nach der Sommerpause werden wir ein breites Netzwerk aufbauen und Diskussionsveranstaltungen anbieten. Wie von vielen Unterstützern des Memorandums gewünscht werden wir ab sofort zum einen weiterhin am viri-probati-Thema dranbleiben und zusätzlich auf die Einführung des Diakonats der Frau drängen.

Auf unserer Mitgliederversammlung am Samstag, 4. November 2017, ab 14.00 Uhr in Esslingen-Zell, werden wir unsere Vorstellungen präzisieren. Bitte den Termin schon mal vormerken! Natürlich werden wir die gelungene Großaktion auch ein wenig feiern wie auch die Tatsache, dass es pro concilio nun seit sieben Jahren gibt. Wir sind zuversichtlich, dass die sieben „fetten“ Jahre noch vor uns liegen!

Mit den besten Wünschen für eine erholsame und erlebnisreiche Ferien- und Urlaubszeit grüßen wir euch und Sie herzlich im Namen des Leitungsteams

Birgit Kälberer                  Wolfgang Kramer
Sprecherin                          Sprecher

SWR-Beitrag zur Aktion "Zeit zum Handeln" (2. Juli 2017)

Impuls zur Woche

Stimmen aus den Gemeinden zur aktuellen kirchl. Situation:

„Auch in St. Moriz leiden wir darunter, dass der Pfarrer und die Seelsorger räumlich und auch geistig immer weiter von den Menschen entfernt sind. Sie können nicht mehr am Ort mit den Menschen leben und werden durch das „Managen“ aufgefressen. Immer größere XXL-Einheiten mit immer mehr Priestern aus anderen Ländern und Kulturen sind keine pastoral verantwortbare Lösung! [...] Schon die Würzburger Synode hat mit der Zustimmung der Bischöfe (!) anerkannt, 'dass außerordentliche pastorale Notsituationen die Weihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern erfordern können'. [...] Mit Blick auf die seither deutlich verschärfte Situation [...] verstehen wir das Schweigen der Bischöfe nicht.“ (St. Moriz, Rottenburg a.N.)

„Hautnah erfahren wir in unserer Seelsorgeeinheit derzeit den Priestermangel [...] Die Aufgaben für die wenigen Priester sind einfach zu groß. Es muss eine Veränderung in der Kirche stattfinden, z.B. auch die Einführung des Diakonats der Frau.“ (St. Georg, Bühlertann)

„Wir bekommen den Priester- und Personalmangel deutlich zu spüren. Viele Sachen müssen Ehrenamtliche übernehmen, die teilweise sehr überfordert sind, da sie ja selber einem Beruf nachgehen. Unsere Gottesdienstbesucher sind zum größten Teil Senioren 70 plus. Die jungen Erwachsenen kommen nur zu bestimmten Gottesdiensten wie Weihnachten und Familiengottesdiensten. Ein Gemeindeleben findet in einem sehr kleinen Kreis statt. Es fehlt eine Ansprechperson, die sich um die Nöte der Menschen kümmert und vor Ort ist.“ (St. Josef, Langenburg)

„Wir bitten Sie, unseren Bischof und Hirten: Tragen Sie unsere Sorge und unser Anliegen der Bischofskonferenz vor, helfen Sie mit, darauf hinzuwirken, dass ein entsprechender 'mutiger' Vorschlag an den Papst gerichtet wird. In ein paar Jahren kann es schon zu spät sein [...].“ (Dom St. Martin, Rottenburg a.N.)

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