Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Reformen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jüngeren Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Aktuelles: Übergabe der Ergebnisse der Aktion "Zeit zum Handeln" an Bischof Dr. Gebhard Fürst

Übergabefoto

Presseinformation vom 10.07.2017

Die Initiative pro concilio e.V., eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, hat am 10. Juli 2017 Herrn Bischof Dr. Gebhard Fürst 11.825 Unterschriften und 182 Beschlüsse von Kirchengemeinderäten, von denen 106 zusätzlich eine Stellungnahme abgaben, sowie das Votum des Diözesanrates übergeben. Darin wird dem Anfang Januar verteilten Memorandum „Zeit zum Handeln – für neue Zugangswege zum kirchlichen Amt“ zugestimmt. Speziell ging es dabei um die kirchenrechtlich kurzfristig realisierbare Möglichkeit, auch verheiratete Männer (sogenannte ‚viri probati‘) zum Priesteramt zuzulassen.

Im Zusammenhang mit der Übergabe zollte der Bischof den Initiatoren Respekt und dankte für deren Engagement. Eine Diskussion über die von der Initiative vorgetragenen theologischen Argumente kam dabei nicht zustande, ebenso ging der Bischof auf die Feststellung, dass die Diözesansynode bereits vor gut 30 Jahren eine "außerordentliche pastorale Notsituation" für sich gegeben sieht und deshalb ein Votum zur "Priesterweihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern" beschloss, nicht ein. Er stellte vielmehr fest, die Einführung von sog. ‚viri probati’ sei nicht zielführend. Aus seiner Sicht würde die Vermehrung des hauptamtlichen Personals nicht zur Verlebendigung der Gemeinden führen.

Im Gespräch mit dem Bischof hat sich für uns die Einschätzung verstärkt, dass die Kluft zwischen Bischöfen und Kirchenvolk sowohl in der Ämterfrage wie in weiteren pastoral drängenden Fragen immer größer wird. Die Rückmeldungen im Rahmen dieser Aktion aus den Kirchengemeinden bestätigen dies eindrücklich. Insgesamt unterstützen 182 Kirchengemeinderäte die Forderungen des Memorandums – das sind ca. 18% der Kirchengemeinden. Auffallend dabei ist, dass bis auf eine Ausnahme in allen Kirchengemeinden, in denen eine Diskussion ermöglicht wurde, die Zustimmung einhellig war. Daraus folgt: Die Kirchengemeinderäte und das Kirchenvolk sehen einen dringenden Handlungsbedarf, neue Zugangswege zum kirchlichen Amt zu schaffen. Zudem hat sich der Diözesanrat, dem auch die Mitglieder des Priesterrates angehören, bei 3 Enthaltungen einstimmig hinter die Forderungen des Memorandums gestellt. Nähere Informationen zur Auswertung in der beigefügten Anlage.

Wir sind gerne bereit, Presse- und Medienvertretern die Aktion, ihre Ergebnisse und den Verlauf der Übergabe an den Bischof im direkten Kontakt näher zu erläutern.

Birgit Kälberer (Sprecherin) - Wolfgang Kramer (Sprecher)

Statement

Auswertungsergebnisse

Presseinformation

Memorandum "Zeit zum Handeln"

Beschluss der Diözesansynode Rottenburg-Stuttgart

Impuls zur Woche

Stimmen aus den Gemeinden zur aktuellen kirchl. Situation:

„Auch in St. Moriz leiden wir darunter, dass der Pfarrer und die Seelsorger räumlich und auch geistig immer weiter von den Menschen entfernt sind. Sie können nicht mehr am Ort mit den Menschen leben und werden durch das „Managen“ aufgefressen. Immer größere XXL-Einheiten mit immer mehr Priestern aus anderen Ländern und Kulturen sind keine pastoral verantwortbare Lösung! [...] Schon die Würzburger Synode hat mit der Zustimmung der Bischöfe (!) anerkannt, 'dass außerordentliche pastorale Notsituationen die Weihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern erfordern können'. [...] Mit Blick auf die seither deutlich verschärfte Situation [...] verstehen wir das Schweigen der Bischöfe nicht.“ (St. Moriz, Rottenburg a.N.)

„Hautnah erfahren wir in unserer Seelsorgeeinheit derzeit den Priestermangel [...] Die Aufgaben für die wenigen Priester sind einfach zu groß. Es muss eine Veränderung in der Kirche stattfinden, z.B. auch die Einführung des Diakonats der Frau.“ (St. Georg, Bühlertann)

„Wir bekommen den Priester- und Personalmangel deutlich zu spüren. Viele Sachen müssen Ehrenamtliche übernehmen, die teilweise sehr überfordert sind, da sie ja selber einem Beruf nachgehen. Unsere Gottesdienstbesucher sind zum größten Teil Senioren 70 plus. Die jungen Erwachsenen kommen nur zu bestimmten Gottesdiensten wie Weihnachten und Familiengottesdiensten. Ein Gemeindeleben findet in einem sehr kleinen Kreis statt. Es fehlt eine Ansprechperson, die sich um die Nöte der Menschen kümmert und vor Ort ist.“ (St. Josef, Langenburg)

„Wir bitten Sie, unseren Bischof und Hirten: Tragen Sie unsere Sorge und unser Anliegen der Bischofskonferenz vor, helfen Sie mit, darauf hinzuwirken, dass ein entsprechender 'mutiger' Vorschlag an den Papst gerichtet wird. In ein paar Jahren kann es schon zu spät sein [...].“ (Dom St. Martin, Rottenburg a.N.)

Veranstaltungen