Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Erneuerungen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jungen Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Aktuelles: "Zeit zum Handeln" - Memorandum zur Frage neuer Zugänge zum Kirchlichen Amt (bis 30. Juni 2017)

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Initiative pro concilio e.V., ein Zusammenschluss engagierter Katholiken, hat sich in jüngster Zeit intensiv mit der Frage neuer Zugänge zum Kirchlichen Amt in der Katholischen Kirche befasst. Aufgrund des sich dramatisch zuspitzenden Priestermangels sind zentrale Vollzüge kirchlichen Lebens gefährdet, wie die Feier der sonntäglichen Eucharistie oder der Dienst an der Einheit. 

Mit unserem Memorandum wollen wir die Dringlichkeit einer Diskussion um neue Zugangswege zum kirchlichen Amt anstoßen. Mutige Schritte sind nötig. Wir schließen uns den Worten von Kardinal Lehmann an, der im Blick auf den Priestermangel und eine sinkende Zahl von Gläubigen mahnte, den richtigen Zeitpunkt für Reformen nicht zu verpassen: „Was hindert uns daran, verheiratete Ständige Diakone auch zu weihen, damit sie priesterliche Dienste übernehmen können?“ (aus: „Katholisches Sonntagsblatt Nr. 47 / 20. November 2016).

Wir möchten die in den Kirchengemeinden unserer Diözese für die Seelsorge Verantwortlichen und darüber hinaus diejenigen auf Dekanats- und Diözesanebene ermutigen, dieses Thema auf die Agenda ihrer Gremien zu setzen und intensiv zu diskutieren. Stellungnahmen können direkt und / oder per Unterschriftenaktion an die Initiative pro concilio gesendet werden. Wir werden dann die „Gesammelten Werke“ an unseren Bischof weiterreichen. Selbstverständlich kann das Memorandum gerne an Interessierte weitergegeben werden. 

Namens der Initiative pro concilio e.V. grüßen wir Sie herzlich

Wolfgang Kramer                                                   Birgit Kälberer
Sprecher                                                                Sprecherin

Bitte beachten: Auf Grund mehrfacher Rückmeldung wurde die Aktion bis 30. Juni 2017 verlängert. Zudem gibt es nun eine Kurzfassung des Memorandums - diese und auch der ausführliche Text können bei der Initiative angefordert werden.

Memorandum "Zeit zum Handeln"

Begleitschreiben (Januar 2017)

Memorandum-Kurzfassung

Zweites Rundschreiben (März 2017)

Unterschriftenliste (PDF: zum Ausdrucken / Auslegen / Sammeln)

Weitere Hinweise, Berichte und die Möglichkeit der Online-Petition finden Sie unter "Aktionen". Hier kann die Petition online unterschrieben werden:

Website: Online-Petition

Aktuell: Stellungnahme der Initiative pro concilio e.V. zu Äußerung von Bischof Dr. Gebhard Fürst bzgl. Diakonat der Frau und "viri probati"

Impuls zur Woche

Wer heilt, hat Recht

Neulich war ich bei einem Ärztekongress zum Thema „Wer heilt, hat Recht?“ Diesem Diktum wurde nicht widersprochen. Ein wichtiger Baustein, der den Erfolg bei allen therapeutischen Maßnahmen beeinflussen kann, wurde in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient gesehen. Was bei der Vielzahl der Vorträge völlig fehlte, war die Perspektive des Glaubens. Spirituelle Inhalte blieben außerhalb des Blickfeldes. Als ich dies bemängelte, bekam ich zur Antwort, dass die Kirchen in ihrer Gesamtwirklichkeit die Menschen von heute kaum noch erreichen könnten. Es folgte eine ganze Liste von berechtigten Kritikpunkten, aber auch von gängigen Vorurteilen.

 

Eugen Biser, der 2014 verstorbene katholische Religionsphilosoph, hat immer betont, dass die Kirche von der Heilsbotschaft Jesu her Heilsgemeinschaft sei und die Heilkraft des Glaubens entschieden in die Mitte ihrer Verkündigung und kirchlichen Praxis stellen müsse. Von daher wäre es Zeit, die Kirche und ihre Pastoral so umzugestalten, dass diese Neuakzentuierung fruchtbar würde. Für mich bedeutet das: Wir müssen auch von Strukturen Abschied nehmen, die die so notwendige Neuevangelisierung behindern. Auch hier gilt: Wer heilt, hat Recht. Sprich: Allein an ihrer Fruchtbarkeit lassen sich die Neuaufbrüche messen.

 

(24. April 2017, Wolfgang Kramer)

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