Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Reformen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jüngeren Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Aktuelles: "Kirche wohin?" - Vortrag und Podiumsdiskussion

Die Initiative pro concilio e.V. und die Aktionsgemeinschaft Rottenburg laden ein zu Vortrag und Podiumsdiskussion:

Kirche wohin?
Neue Zugangswege zum kirchlichen Amt
(Diakon/in, Priester/in)

21. November 2017 um 19.30 Uhr im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart

mit:

Prof. em. Ottmar Fuchs (Pastoraltheologe)
Msgr. Christian Hermes (Stadtdekan, St. Eberhard)
Klaus Kempter (Pfarrer, Aktionsgemeinschaft Rottenburg)
Wolfgang Kramer (Pastoralreferent i.R., Initiative pro concilio e.V.)
Claudia Schmidt (Geistliche Beirätin, Kath. Dt. Frauenbund)
Jacqueline Straub (Theologin und Buchautorin)

Moderation: Silke Arning (Moderatorin, SWR)

Um einen freiwilligen Beitrag zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Für die Mitglieder der Initiative und Interessierte findet zuvor ab 17.30 Uhr die Mitgliederversammlung statt (ebenfalls im Eugen-Bolz-Saal; Hinweis: der Termin wurde verlegt und entfällt somit am 4. November!)

Veranstaltungs-Flyer

Mitglieder-Rundbrief Herbst 2017

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten!

Das berühmte Herbstgedicht von Rainer Maria Rilke beginnt mit den Worten „Die Blätter fallen, fallen wie von weit … sie fallen mit verneinender Gebärde.“ Ja, die Blätter fallen, die Kirche in ihrer bisherigen Gestalt stirbt, aber ein neuer Frühling wird kommen. Darauf vertrauen wir und tun dafür das uns Mögliche.

Wir haben seit der enttäuschenden  Begegnung mit dem Bischof am 10. Juli zur Übergabe des Ergebnisses unseres Memorandums und der Unterschriftenlisten eine Reihe von Briefen geschrieben, um die Sachlage darzustellen und unsere weiteren Aktivitäten vorzustellen.

Briefe mit der Dokumentation unserer Aktion ZEIT ZUM HANDELN gingen
... an die ca. 400 Gemeinden, die sich beteiligt haben;
... an die ca. 600 Gemeinden, die keine Rückmeldung gaben;
... an den Diözesan- und Priesterrat; an die Deutsche Bischofskonferenz;
... an das ZdK; an die Kath.-Theol. Fakultät in Tübingen;
... an verschiede Einzelpersonen (z.B. Kardinal Kasper) und an diverse Medien.

Außerdem hatten wir Gespräche mit der Aktionsgemeinschaft Rottenburg (AGR) und anderen Kirchenreform-Gruppierungen.

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reformbemühungen ist nun eine Veranstaltung mit dem Thema

„Kirche wohin? – Neue Zugangswege zum kirchlichen Amt“

am 21. November 2017, 19.30 Uhr, im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart.

Die Einladung dazu befindet sich im Anhang. Leider ist es uns nicht gelungen, den Bischof oder den für pastorale Fragen zuständigen Weihbischof Karrer als Podiumsteilnehmer zu gewinnen. Zugesagt haben: Prof. Ottmar Fuchs (em. Pastoraltheologe), Stadtdekan Msgr. Christian Hermes, Claudia Schmidt (Kath. Dt. Frauenbund), Jacqueline Straub (Theologin und Autorin), Pfr. Klaus Kempter (AGR) sowie Wolfgang Kramer (pro concilio).

Zu dieser sehr wichtigen Veranstaltung laden wir Euch/Sie dringend ein – von dieser Veranstaltung soll ein weiteres Signal für mutige Reformschritte ausgehen!

Das Kommen möglichst vieler Mitglieder ist uns so wichtig, dass sich unser Leitungsteam entschlossen hat, die für Samstag, 4. November 2017 geplante jährliche Mitgliederversammlung auf diesen 21. November 2017 zu verschieben. Sie beginnt um 17.30 Uhr ebenfalls im Haus der Katholischen Kirche und dauert bis maximal 19 Uhr. Nach einem Imbiss für die anwesenden Mitglieder wird dann die oben beschriebene Veranstaltung beginnen. Die offizielle Einladung mit Tagesordnung wird rechtzeitig verschickt.

Mit den besten Wünschen für weitere „goldene“ Oktobertage grüßen wir Euch und Sie herzlich im Namen des Leitungsteams

Birgit Kälberer (Sprecherin)            Wolfgang Kramer (Sprecher)

SWR-Beitrag zur Aktion "Zeit zum Handeln" (2. Juli 2017)

Alle Dokumentationen und Weiteres: Aktion "Zeit zum Handeln"

Offener Brief ProPopeFrancis zur Unterstützung von Papst Franziskus und seiner Reformen

Hochgeschätzter Papst Franziskus!

Ihre pastoralen Initiativen und deren theologische Begründung werden derzeit von einer Gruppe in der Kirche scharf attackiert. Mit diesem öffentlichen Brief bringen wir zum Ausdruck, dass wir für Ihre mutige und theologisch wohl begründete Amtsführung dankbar sind.

Es ist Ihnen in kurzer Zeit gelungen, die Pastoralkultur der katholischen Kirche von ihrem jesuanischen Ursprung her zu reformieren. Die verwundeten Menschen, die verwundete Natur gehen Ihnen zu Herzen. Sie sehen die Kirche an den Rändern des Lebens, als Feldlazarett. Ihr Anliegen ist jeder einzelne von Gott geliebte Mensch. Das letzte Wort im Umgang mit den Menschen soll nicht ein legalistisch, sondern ein barmherzig interpretiertes Gesetz haben. Gott und seine Barmherzigkeit prägen die Pastoralkultur, die Sie der Kirche zumuten. Sie träumen von einer „Kirche als Mutter und Hirtin“. Diesen Ihren Traum teilen wir.

Wir bitten Sie, von diesem eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen, und sichern Ihnen unsere volle Unterstützung und unser stetes Gebet zu.

Die Unterzeichner

Unterstützungs-Website: www.pro-pope-francis.com

Medienbericht: www.katholisch.de

Aktuelles: "Brot und Wein - gemeinsam an einem Tisch"

Am Sonntag, 8. OKTOBER 2017, fand in der Ravensburger Altstadt die Aktion "Brot und Wein - Gemeinsam an einem Tisch" statt: Das Programm begann um 11.30 Uhr vor der Liebfrauenkirche mit Begrüßungen durch Pfr. Hermann Riedle und Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp. Dann begaben sich die Menschen an den 400m langen Tisch zwischen Liebfrauenkirche und evangelischer Stadtkirche. Nach einer Schweigeminute zum 12-Uhr-Läuten wurden Brot und Wein/Saft miteinander geteilt. Abschließend fand um 12.45 Uhr in der evangelischen Stadtkirche die Unterzeichnung der Ravensburger Erklärung statt, in der sich beide Kirchen für die wechselseiteige Gastfreundschaft bei Abendmahl und Kommunion aussprechen. Seitens unserer Initiative pro concilio e.V. machte sich eine kleine Gruppe auf den Weg nach Ravensburg und nahm an diesem beeindruckenden Ereignis teil.

Aktions-Homepage

Medienbericht

Kath. Sonntagsblatt - Nr. 42 / 15. Okt. 2017

GEMEINSAM AN EINEM TISCH
Ravensburger Erklärung am 8. Oktober 2017

Hier vor Ort beginnen wir,
vom Trennen zum Teilen zu gelangen, indem wir aufeinander zugehen.

Hier vor Ort beginnen wir,
Zeichen zu setzen für Frieden und Versöhnung, indem wir Türen öffnen.

Hier vor Ort beginnen wir,
uns an einen Tisch zu setzen und Grenzen zu überwinden.

Hier vor Ort beginnen wir mit einer einladenden Kirche,
indem wir uns offen und herzlich zu Kommunion und Abendmahl einladen.

Hier vor Ort beginnen wir einen gemeinsamen Weg.

Impuls zur Woche

Die im Katholischen Sonntagsblatt entstandene Leserbrief-Diskussion über neue „Zugangswege zum kirchlichen Amt“ freut uns von „pro concilio“! Zugleich erinnern wir an den Pastoraltheologen Ottmar Fuchs: „Mehr als vierzig Prozent der hauptamtlichen Pastoralreferentinnen und -referenten haben […] eine Berufung zum priesterlichen Amt. Die Kirche versündigt sich strukturell an der in diesen Berufungen geschenkten Gnade, aber auch an allen, denen damit in überschaubaren Gemeinden […] die Gnade des priesterlichen Dienstes entzogen wird.“ Er ergänzt die TheologInnen, die aus diesem Grund erst gar nicht in den kirchlichen Dienst gegangen sind, jene, die in andere christliche Kirchen konvertierten, und jene, die durch den Wechsel in die Lebensform der Ehe den priesterlichen Dienst verlassen mussten. Angesichts dessen werde „die diesbezüglich suizidale Strategie der katholischen Kirche in Deutschland auch quantitativ erschreckend offensichtlich.“ Wir von „pro concilio“ hoffen, dass angesichts des Beschlusses der Diözesansynode 1985/86 und der Stellungnahme des Diözesanrats vom Mai d.J. in den Gemeinden noch mehr Bewegung entsteht. Bischof Bode (Osnabrück) hat die „Zeichen der Zeit“ erkannt, als er sagte: „Es ist nicht fünf vor, sondern fünf nach Zwölf!“

Bodo Klehr (Initiative pro concilio e.V.), Nürtingen

 

Stimmen aus den Gemeinden zur aktuellen kirchl. Situation:

„Auch in St. Moriz leiden wir darunter, dass der Pfarrer und die Seelsorger räumlich und auch geistig immer weiter von den Menschen entfernt sind. Sie können nicht mehr am Ort mit den Menschen leben und werden durch das „Managen“ aufgefressen. Immer größere XXL-Einheiten mit immer mehr Priestern aus anderen Ländern und Kulturen sind keine pastoral verantwortbare Lösung! [...] Schon die Würzburger Synode hat mit der Zustimmung der Bischöfe (!) anerkannt, 'dass außerordentliche pastorale Notsituationen die Weihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern erfordern können'. [...] Mit Blick auf die seither deutlich verschärfte Situation [...] verstehen wir das Schweigen der Bischöfe nicht.“ (St. Moriz, Rottenburg a.N.)

„Wir bitten Sie, unseren Bischof und Hirten: Tragen Sie unsere Sorge und unser Anliegen der Bischofskonferenz vor, helfen Sie mit, darauf hinzuwirken, dass ein entsprechender 'mutiger' Vorschlag an den Papst gerichtet wird. In ein paar Jahren kann es schon zu spät sein [...].“ (Dom St. Martin, Rottenburg a.N.)

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