Herzlich willkommen bei der Initiative pro concilio e.V.!

Ihr Interesse an unserer Initiative freut uns!

 

Wir sind eine kirchliche Reformgruppe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und sehen, dass sich die Katholische Kirche in einer entscheidenden Phase befindet: Papst Franziskus bemüht sich um dringend notwendige Reformen und will die Kirche aus ihrer existentiellen Krise herausführen. Einige Schritte ist er schon erfolgreich gegangen, weitere möchten wir mit ihm gehen, um etwas gegen den schleichenden Rückzug nicht nur der jüngeren Generation aus der Kirche zu unternehmen. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil braucht es ein neues „Aggiornamento“ (= "Verheutigung"), eine Öffnung der Fenster und Türen unserer Kirche.

Aktuelles

März 2018:

  • Wir haben dem Papst über Schwester Margret und Kardinal Kasper einen Brief zukommen lassen. Kardinal Kasper hat bereits zurückgeschrieben:

PDF: Brief an Papst Franziskus

PDF: Antwort von Kardinal Kasper

  • Birgit Kälberer war bei der Bundesversammlung von "Wir sind Kirche" in Münster. Sie hat dort von den Aktionen und Plänen der Initiative pro concilio für 2018 berichtet. Pro Concilio gehört zur Zeit zu den aktivsten Gruppen der Reformkatholiken.

  • Am 21. März findet ein Treffen der Sprecher/in von pro concilio mit der Aktionsgemeinschaft Rottenburg (AGR) in Stuttgart statt.

 

April 2018:

  • Am 14. April findet anlässlich 50 Jahre Kirchengemeinderatsordnung (KGO) eine Feier in der Liederhalle statt (es werden ca. 500 KGRler erwartet). Wir werden Flyer verteilen und mit einem Stand anwesend sein.

  • Am 25. April sind wir als pro-concilio-Leitungsteam bei Weihbischof Karrer eingeladen (er begrüßt viri probati und den Diakonat der Frau).

  • Am 29. April ist der Tag der Diakonin. Es gibt Veranstaltungen in Rottenburg. Wolfgang Kramer wird vor Ort sein.

 

Mai 2018:

  • Vom 9. bis 13. Mai wird Birgit Kälberer am Katholikentag bei "Wir sind Kirche" mithelfen.

 

Aktuelles: Rundbrief - Ostern 2018

Liebe Mitglieder und UnterstützerInnen!

 

Ostern, das Fest aller Feste, steht bevor. Grund zur Hoffnung, Grund zur Freude. Von Dietrich Bonhoeffer stammt das Wort: „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.“ Und ich füge ein Wort des verstorbenen Kardinals Lehmann hinzu: „Das Wichtigste ist kämpfen, nicht aufgeben.“ Beides ist auch uns ProConcilianern gesagt. Die Osterbotschaft wird uns die Kraft schenken, unsere Bemühungen um Reformen in der Kirche gemeinsam fortzusetzen.

 

Am 13. Januar traf sich das Leitungsteam zu einem Klausurtag in Wernau, um unsere Arbeit zu reflektieren und den Kurs für das Jahr 2018 zu bestimmen. Wir haben beschlossen, unsere Reformvorhaben im Ganzen in den Blick zu nehmen. Mit der Zeitschrift „Christ in der Gegen-wart“ (44/2017) sagen wir: „Es ist Zeit für ein Glaubenskonzil.“ Damit unterstreichen wir erneut, für was wir immer schon eingetreten sind.
Sehr bewegt hat uns der Abschied von Marie-Anna Ellmer, die aus persönlichen Gründen nach sieben Jahren, darunter fünf Jahre als Sprecherin, aus dem Leitungsgremium ausgeschieden ist. Wir sind dankbar, dass sie für die Mitgliederverwaltung zuständig bleibt. Nach der Klausurtagung ist auch Bodo Klehr aus dem jetzt siebenköpfigen Leitungsteam ausgeschieden. Er wird dankenswerterweise weiterhin unsere Homepage betreuen.

 

Ende Februar haben wir an den Papst einen Brief geschrieben, in dem wir ihm die pastorale Notlage in Deutschland vor Augen führten. Schwester Margret, die seit vielen Jahren die Franziskusstube in Stuttgart leitet und unserer Bewegung innig verbunden ist, hat den Brief an Kardinal Walter Kasper in Rom zum persönlichen Weitergeben überreicht. Auf das Begleitschreiben an Kardinal Kasper mit Kopie des Briefes an den Papst hat dieser umgehend geantwortet. Zur „komplexen Frage der viri probati“ stellt er fest: „Der Ball liegt bei den deutschen Bischöfen. Der Papst ist grundsätzlich offen.“ Das Diakonat der Frau hat er jedoch nicht erwähnt. Beide Schreiben finden Sie / findet Ihr auf unserer Homepage (www.pro-concilio.de).

 

Am 14. April feiert unsere Diözese „50 Jahre Kirchengemeindeordnung“. Dazu sind Kirchen-gemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte sowie die Mitglieder des Diözesanrates nach Stuttgart in die Liederhalle eingeladen. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einem Flugblatt aufzurufen, sich an der erforderlichen Reformarbeit zur Beseitigung der pastoralen Notlage zu beteiligen. Wir treffen uns um 8.30 Uhr vor der Liederhalle. Wer von Ihnen / Euch Zeit hat, möge zum Flugblattverteilen kommen!

 

Am 25. April trifft sich das Leitungsteam mit Weihbischof Matthäus Karrer, der für die Pastoral in der Diözese zuständig ist, in Rottenburg zum Gespräch. Dies hatte er uns im Zusammenhang mit der Podiumsveranstaltung am 21.11.2017 in Stuttgart zugesagt. In einem Brief der Seelsorgeabteilung an Kirchengemeinden in Weingarten, der öffentlich zugänglich ist, heißt es: „Weihbischof Karrer wird sich daher in der Pastoralkommission der Bischofskonferenz für die Zulassung von Frauen und Männern zu allen Weiheämtern, unabhängig von ihrer Lebensform, einsetzen.“ Wir werden ihn beim Wort nehmen und berichten!

 

Am 29. April ist der jährliche „Tag der Diakonin“. Die zentrale Veranstaltung unter dem Motto „Die Zeit zu handeln ist jetzt“ findet in Rottenburg statt. Um 14 Uhr beginnt ein Gottesdienst in St. Moriz, danach sind in der Zehntscheuer Gespräche und Aktionen geplant. Das Netzwerk Diakonat der Frau hat uns gebeten, intensiv für diese Veranstaltung zu werben. Wer immer dafür eintritt, dass Frauen in unserer Kirche zu den Weiheämtern zugelassen werden, sollte sich diesen Termin vormerken.

 

Am 19. März feierte Prof. Hans Küng seinen 90. Geburtstag. Wir haben ihm in einem Brief gratuliert. Darin heißt es u.a.: „Wir blicken voll Dankbarkeit auf Ihr großes Werk, das uns bei unseren Reformbemühungen seit vielen Jahren sehr inspiriert hat … Mit Fug und Recht können wir sagen, dass Sie in den Herzen des Kirchenvolkes als Vordenker und Vorkämpfer für eine erneuerte und menschennahe Kirche einen ganz besonderen Platz haben.“

 

Nun wünschen wir Ihnen und Euch im Namen des gesamten Leitungsteams gesegnete, hoffnungsvolle und frohe Ostern!

 

Ihre und Eure

 

Birgit Kälberer          und       Wolfgang Kramer
Sprecherin                                Sprecher

 

PDF: Rundbrief

Impuls zur Woche

Die im Katholischen Sonntagsblatt entstandene Leserbrief-Diskussion über neue „Zugangswege zum kirchlichen Amt“ freut uns von „pro concilio“! Zugleich erinnern wir an den Pastoraltheologen Ottmar Fuchs: „Mehr als vierzig Prozent der hauptamtlichen Pastoralreferentinnen und -referenten haben […] eine Berufung zum priesterlichen Amt. Die Kirche versündigt sich strukturell an der in diesen Berufungen geschenkten Gnade, aber auch an allen, denen damit in überschaubaren Gemeinden […] die Gnade des priesterlichen Dienstes entzogen wird.“ Er ergänzt die TheologInnen, die aus diesem Grund erst gar nicht in den kirchlichen Dienst gegangen sind, jene, die in andere christliche Kirchen konvertierten, und jene, die durch den Wechsel in die Lebensform der Ehe den priesterlichen Dienst verlassen mussten. Angesichts dessen werde „die diesbezüglich suizidale Strategie der katholischen Kirche in Deutschland auch quantitativ erschreckend offensichtlich.“ Wir von „pro concilio“ hoffen, dass angesichts des Beschlusses der Diözesansynode 1985/86 und der Stellungnahme des Diözesanrats vom Mai d.J. in den Gemeinden noch mehr Bewegung entsteht. Bischof Bode (Osnabrück) hat die „Zeichen der Zeit“ erkannt, als er sagte: „Es ist nicht fünf vor, sondern fünf nach Zwölf!“

Bodo Klehr (Initiative pro concilio e.V.), Nürtingen

Stimmen aus den Gemeinden zur aktuellen kirchl. Situation:

„Auch in St. Moriz leiden wir darunter, dass der Pfarrer und die Seelsorger räumlich und auch geistig immer weiter von den Menschen entfernt sind. Sie können nicht mehr am Ort mit den Menschen leben und werden durch das „Managen“ aufgefressen. Immer größere XXL-Einheiten mit immer mehr Priestern aus anderen Ländern und Kulturen sind keine pastoral verantwortbare Lösung! [...] Schon die Würzburger Synode hat mit der Zustimmung der Bischöfe (!) anerkannt, 'dass außerordentliche pastorale Notsituationen die Weihe von in Ehe und Beruf bewährten Männern erfordern können'. [...] Mit Blick auf die seither deutlich verschärfte Situation [...] verstehen wir das Schweigen der Bischöfe nicht.“ (St. Moriz, Rottenburg a.N.)

„Wir bitten Sie, unseren Bischof und Hirten: Tragen Sie unsere Sorge und unser Anliegen der Bischofskonferenz vor, helfen Sie mit, darauf hinzuwirken, dass ein entsprechender 'mutiger' Vorschlag an den Papst gerichtet wird. In ein paar Jahren kann es schon zu spät sein [...].“ (Dom St. Martin, Rottenburg a.N.)

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